Wir sind in Neuseeland

14.2.2006 bis 5.4.2006

Sita und

Christian

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Neues vom Flughafen (Christian)
( 05.04.06 )

Schöne Grüße aus Südkorea!
Nach einem mit zwölf Stunden sehr langen aber trotzdem ganz angenehmen Nachtflug von Auckland nach Seoul sitzen Sita und ich hier nun an der selben Stelle wie auch schon auf dem Hinflug im Transfer und nutzen das offene WLAN im Flughafen schamlos aus. In etwa zwei Stunden geht es dann erneut ins Flugzeug.
In Anbetracht der aktuellen Ereignisse, welche mich an den Sicherheitsdiensten der Flughäfen zweifeln lassen, muss ich unbedingt noch erzählen was geschah: Vor unserem Abflug in Auckland waren wir kurz in einem Schreibwaren- und Büchergeschäft, in dem Sita ein Buch und Manu eine Schere kaufte. Am Flughafen Auckland wollte ein Typ vom Sicherheitsdienst gern mal in Sitas Rucksack schauen, da auf dem Bildschirm der Durchleuchtungsanlage angeblich eine kleine Schere zu sehen war. Finden konnte er jedoch nichts und so ließ er die ratlose Sita passieren. Was Sita zu dem Zeitpunkt nicht wußte: Manus Schere war in der Tüte in der auch ihr Buch war. Wir hatten also unbeabsichtigt die Schere einfach mitgenommen (Sorry Manu) :). Da unsere Sachen in Seoul eben erneut im Transfer durchleuchtet wurden und wir es drauf ankommen lassen wollten wegen der Schere, wanderte Sitas Rucksack mit der Schere im Inneren durch die Anlage. Danach folgte mein Rucksack, und da geschah es: Nachdem Sita ihren Rucksack zurück hatte, wollte der Sicherheitsbeamte auf dem Bild meines Rucksacks etwas "Gefährliches" entdeckt haben und wühlte planlos eine Weile darin herum. Jedoch kam er, als ich einen Teil meiner Sachen herausgenommen hatte zu der Einsicht, dass da doch nichts war und lies auch mich durch. Damit ergibt sich für den südkoreanischen Sicherheitstyp ein falsch positives und ein richtig negatives Ergebnis.
Nicht so dolle oder? ;)


Heimreise (Christian)
( 04.04.06 )

Heute ist es nun soweit, dass es wieder zurück nach Deutschland geht. Während die letzten Tage recht ruhig waren (wir waren seit dem Pakiri Beach Eintrag noch zwei Mal dort am Strand zum Baden und zum Frühstücken), ging heute alles sehr schnell. Inzwischen sind die Sachen schon fast alle gepackt und in wenigen Stunden werden wir Richtung Auckland aufbrechen, wo wir noch kurz Rani in ihrer Schule besuchen und dann zum Flughafen fahren. Unser Flieger (Korean Air Boeing 777) geht um 21 Uhr neuseeländischer Zeit. Etwa 12 Stunden später sind wir im Flughafen von Seoul, wo wir wie auch schon auf dem Hinflug ca. sieben Stunden zum Ausruhen haben. Gegen Mittag koreanischer Zeit brechen wir schließlich wieder auf, diesmal in einer Korean Air Boeing 747. Da wir mit der Zeit fliegen, erreichen wir den Flughafen von Frankfurt am Main um 18 Uhr deutscher Zeit. Danach folgen dann drei hoffentlich reibungslose Stunden im ICE nach Bielefeld. :)
Soviel zur Rückreise. Bis die Tage ...


Pakiri Beach (Christian)
( 27.03.06 )

Seit Sonntag haben wir hier im Norden Neuseelands nicht mehr ganz so gutes Wetter und wie es aussieht wird es wohl auch nicht wieder viel besser in der kommenden und gleichzeitig letzten unserer Wochen in Neuseeland. Aber es ist schließlich auch schon fast April, also Herbst, und da ist es auch schon mal regnerisch und stürmisch. Trotz des schlechten Wetters waren Wendy, Sita und ich gestern in Pakiri am Strand. Anfangs war schien noch die Sonne (Sita hat sogar einen leichten Sonnenbrand im Nacken) als wir Richtung Süden über den Sand spazierten. Als wir dann am Wendepunkt, einer bewachsenen Felswand an der der Strand endete, ankamen, war die Sonne schon hinter den vielen grauen Wolken verschwunden. Später kam dann sogar noch ein leichter Regen hinzu. :-/ Ich konnte es mir jedoch nicht nehmen lassen, noch in den Pazifik mit seinen Wellen zu springen, während Sita und Wendy am Strand Muscheln sammelten. Der Strand und das Wasser erinnerten mich stark an die französische Atlantikküste. Der Pazifik war noch angenehm warm, und so war schöner im Wasser als am Strand mit dem Sprühregen und dem kühlen Wind. :)
Die Fotos dazu sind in unserer Galerie zu finden.


Rundereise 'Nordinsel' - Tag 3: Rotorua (und Tag 4) (Christian)
( 21.03.06 )

Hier nun also der dritte Tag unserer Rundreise auf Neuseelands Nordinsel.
Ohne jeglichen Luxus der Rainbow Lodge, unserer Unterkunft in Taupo, zu genießen, fuhren wir vormittags nachdem der BMW vollgetankt war wieder los Richtung Norden. Der Liter Superbenzin kostet hier übrigens (fast schon die ganze Zeit die wir hier sind konstant) 1,489 NZD, was bei dem heutigen Wechselkurs etwa 0.76 Euro entspricht. Unsere Route Der Liter Diesel kostet umgerechnet etwa 53 Eurocent. Soll ich irgendwem einen Kanister voll mitbringen? ;)
Unsere Route, welche als Tagesziel die Stadt Tauranga am Bay Of Plenty vorsah, führte uns durch die susgedehnten Thermalfelder der Region um Rotorua. Neben einem Zwischenstop in dem Maoridorf Whakarewarewa mit seinem Geysir, den grau blubbernden 'Mud Pools' und dem permanenten Schwefelgeruch in der Luft (es riecht da überall nach faulen Eiern ;) ), hielten wir auch noch an einem 'Geheimtipp' von Wendy: Kerosene Creek. Dies ist ein kleiner heisser Bach im Niemandesland südlich von Rotorua in der Nähe des Highway 5, welcher nur über eine Schotterstraße zu erreichen ist. (Ebenfalls an der Schotterpiste liegt auch ein wunderschöner qualmender und komplett güner See.) Am Kerosene Creek zogen wir unsere Badesachen an und stiegen in der Nähe eines kleinen Wasserfalls in das heisse und dampfende Wasser, wobei man auf einem Hinweisschild davor gewarnt wird, nicht mit dem Kopf unter die Wasseroberfläche zu kommen. Der Grund dafür ist Giardia lamblia, ein Bakterium, welches wohl in dem warmen Wasser dort lebt und nicht ganz ungefährlich für den Menschen ist. Trotzdem war das Baden einfach wunderbar und natürlich roch es auch am Bach deftig nach Schwefel/faulen Eiern, woran man sich aber recht schnell gewöhnt. Der ganze Spaß istübrigens obendrein auch noch kostenlos und es lohnt sich wirklich!
Nachmittags kamen wir dann in Tauranga an, wo wir bei Verwandten von Sita unterkommen sollten. Gott sei Dank hatten wir eine sehr gut Wegbeschreibung zu dem im grünen Umland gelegenen Haus von Helen und Dave dabei und so fanden wir auch ohne Probleme gut den Weg. Wir hatten unser eigenes Zimmer mit einem Doppelbett drin. Der Luxus der Unterkünfte hatte sich von Tag zu Tag stetig gesteigert.
Am Donnerstag, dem vierten und letzten Tag unserer Rundfahrt, brachen wir gegen Mittag in Tauranga auf. Am frühen Nachmittag kamen wir schließlich nach fast genau 1000 Kilometern wohlbehalten und um einige Erfahrungen reicher (ich zumindest für meinen Teil) in Warkworth an.
Die Bilder von allen Tagen sind inzwischen in der Galerie zu sehen.


Rundreise 'Nordinsel' - Tag 2: Vulkane (Christian)
( 19.03.06 )

Nachdem wir gestern den Tag über mal wieder in Auckland bei Sitas Oma auf einer Familienfeier waren folgt nun der Bericht zum zweiten Tag von Sitas und meiner Rundfahrt.
Noch vor Mittag fuhren wir aus Waitomo Caves wieder ab, nachdem wir ein Frühstück bei bestem Wetter auf der Terrasse der Hütte eingenommen hatten. Unser erstes Ziel war der Tongariro-Nationalpark mit seinen drei Vulkanen. Nach einigen Kilometern Richtung Südwesten kamen wir endlich an der Grenze des Parks an, wobei wir die drei Vulkane schon aus großer Entfernung vom Auto aus hatten sehen können.
Der folgende Highway nach Norden zur Einfahrt in den Park führte uns durch eine recht trockene Gegend ohne jeden Baum. Da auch das Wetter wie auch gestern schon sehr gut mitspielte, hatten wir eine wunderbare Aussicht. Unser Ziel war der Ruapehu, der mittlere und gleichzeitig der höchste der drei Vulkane. Die kurvenreiche Straße hinauf führte uns durch eine trostlose Mondlandschaft voller zerklüfteter schwarzer Felsen. Auf 1600 Metern endete die Straße schliesslich in einem kleinen Bergdorf mit verstreuten Hotels und höher hinauf führenden Sesselliften. Der Ausblick war traumhaft (weit), besonders als wir den BMW stehengelassen hatten und etwa 100 Meter weiter zu Fuß aufgestiegen waren. Wer sich übrigens im dritten Teil von Herr der Ringe die Aufnahmen in Mordor anschaut, könnte Gemeinsamkeiten mit dem Ruapehu erkennen. Dieser Teil des Films wurde nämlich dort oben gedreht. Dort oben war ich übrigens so südlich wie nie zuvor auf der Erde! :)
Gegen 16 Uhr fuhren wir dann wieder weiter. Nun Richtung Norden nach Taupo. Auf unserem Weg passierten wir den zum Baden viel zu kalten Tauposee, an dessen nördlichem Ufer Taupo liegt. Am Westufer des Sees fanden wir riesige Mengen an weißem Bimsstein, welcher schwimmfähig ist. Es sieht sehr lustig aus, wenn da richtig fette Brocken (naja, so etwa mit einem Durchmesser von etwa 20 Zentimetern) von dem Zeug einfach so auf dem See rumschwimmen.
Kurze Zeit später kamen wir dann in Taupo an. Sita hatte glücklicherweise in der Rainbow Lodge, einem Backpackershotel, bereits am Sonntag zwei Betten reserviert. Im Gegensatz zur letzten Nacht in Waitomo Caves war in der Unterkunft in Taupo sehr viel los. Allerdings bot die Taupo-Unterkunft auch jede Menge Luxus (Sauna, Filme, usw ...) und war dementsprechend auch mit 22 NZD ne Ecke teurer. Das Zimmer (zwei Hochbetten) teilten wir mit zwei anderen Kerlen, mit denen wir aber nicht viel zu tun hatten.

Das zum zweiten Reisetag. Die Tage folgt dann der Rest. Die Fotos sind bereits alle in den Galerien.
Ach ja, letzte Nacht wurden hier übrigens die Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt, also eine Stunde zurück. Das bedeutet, dass wir hier nun nur noch elf Stunden vorraus vor Deutschland sind.


Rundreise 'Nordinsel' - Tag 1: Waitomo (Christian)
( 17.03.06 )

Am Montag (13.3) waren Sita und ich zu einer kleinen Reise in Richtung Süden von Warkworth aus aufgebrochen. Mit dem BMW, etwas Gepäck und einer gut gefüllten Kühlbox fuhren wir in Richtung Auckland los. Unser erstes Ziel war die Stadt Waitomo Caves, welche durch ihre mit Glühwürmchen gespickten Höhlen recht bekannt ist. Auf unserer Fahrt gen Süden mussten wir an diversen Baustellen anhalten (fast wie in Deutschland auf der Autobahn ;) nur dass der neuseeländische Highway in den meisten Teilen des Landes eher den deutschen Bundes- oder Kreisstraßen entspricht). An einer dieser Baustellen, welche immer von verkehrsregelndem Personal mit Stop-Go Schildern an beiden Enden der Baustelle versehen sind, hatte dann ein Gastanklaster sich auf dem angrenzenden Acker überschlagen. Die Feuerwehr war bereits da. Jedoch mussten wir eine Weile auf die Weiterfahrt warten, da das Gas angeblich er in einen neuen Laster gepumpt werden musste. Wer von euch nun an die in Deutschland üblichen Umleitungsrouten denkt, hat ein falsches Bild von der Dichte des neuseeländischen Straßennetzes :).
Nach einigen Stunden im Auto kamen wir dann endlich an unserem Ziel an und suchten die von Sita im Internet entdeckte Backpackers Unterkunft auf. Das Anwesen, welches der Hamilton Tomo Group gehörte, war zu unserer Verwunderung komplett menschenleer. Im Eingang hing ein Zettel, der uns für den Fall, dass keiner da war, einlud, uns wie zu Hause zu fühlen und uns einen Schlafplatz zu suchen. Die Unterbringung pro Person sollte 12 NZD pro Nacht kosten, was in Anbetracht der riesigen Küche und der restlichen Einrichtung sehr günstig war. Da die Schlafzimmer abgesehen von zwei Betten unbelegt waren, belegten Sita und ich ein leeres und komplett grün gestrichenes Zimmer mit einem riesigen Doppelbett und richteten uns ein.
Kurze Zeit später machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zu den Höhlen. Auf unserer Führung durch die beeindrückenden Kalksteinhöhlen, in denen leider keine Fotos gemacht werden durften, erfuhren wir ein wenig über die dort in großen Mengen lebenden Glühwürmchen (bzw. Leuchtkäfer) und die vielen Stalaktiten und Stalagmiten. Abgeschlossen wurde die Führung mit einer Bootsfahrt auf einem unterirdischen Fluss durch totale Dunkelheit, sodass man unter der Decke der Höhle die Unmengen von Glühwürmchen sehen könnte.
Danach gingen wir beide mit einem kleinen Umweg über einen Hügel zurück zu unserer Unterkunft und blieben den Abend dort.


Volkszählung in NZ (Christian)
( 07.03.06 )

Heute ist hier in Neuseeland der Tag der Volkszählung, genannt New Zealand Census of Population and Dwellings (Offizielle Website). Das Ganze ist mehr oder weniger eine Pflichtveranstaltung, an der jeder, der sich am heutigen Tag in Neuseeland aufhält, teilnehmen muss. So auch ich, aber da ich ja deutscher Staatsbürger bin, musste ich nur eine sehr abgespeckte Version ausfüllen, im Gegensatz zu Wendy. Sie musste einen Bogen mit Fragen zu allen möglichen Themen ausfüllen, und darüber hinaus noch einen Bogen für das Haus. Ja, nicht lachen, das Haus hat einen eigenen Bogen! :)
Da ich so eine Volkszählung in Deutschland (bewusst) noch nie miterlebt hatte, habe ich dann vorhin bei wikipedia zum Thema Census nachgeschaut, was es damit in Deutschland auf sich hat. Seit der Volkszählung von 1987 gibt es in Deutschland keine derartigen Erhebungen mehr!

Wieder was gelernt! ;) Bis die Tage ...


Ein Wochenende in Auckland (Christian)
( 06.03.06 )

Seit gestern Abend sind wir nun wieder zurück aus Auckland, welches etwa 45 Minuten mit dem Auto von Warkworth entfernt ist.
Nach Auckland aufgebrochen sind wir am Samstag Mittag. Nachdem Wendy Manu, Sita und mich in der Queen Street abgesetzt hatte, brachte sie später Jude, eine Freundin zum Flughafen. Währenddessen liefen wir drei die Queen Street auf und ab, welche das kommerzielle Zentrum von Auckland darstellt und von Asiaten und asiatischen Restaurants nur so überquillt. Mal abgesehen von den schönen Gebäuden und Parks in der Nähe der Straße fand ich den Spaziergang aber eher langweilig, da die Queen Street mit ihren Geschäften und Lokalen wenig abwechslungsreich ist. Zum Glück befindet sich aber der Sky Tower, das mit 328 Metern höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre und gleichzeitig sowas wie der Fernsehturm Aucklands, auch in der direkten Umgebung der Queen Street, und so wagten wir den Aufstieg (im Fahrstuhl :) ). Von dort oben hatten wir wegen des guten und klaren Wetters einen wirklich genialen Ausblick über die größte Stadt Neuseelands und den Hauraki Golf mit dem Hafen, der Harbour Bridge und den vorlagerten Inseln. Aucklands Ausdehnung ist aufgrund der sehr hohen Anzahl an Einfamilienhäusern mit Garten enorm, was auf manchen unserer Fotos auch teilweise zu erkennen ist. Es sieht auf jeden Fall alles sehr klein aus von da oben, und der stellenweise gläserne Boden der Aussichtsplatform und der Fahrstühle läßt einem die Beine auch schon mal etwas weich werden. :) Aber wenn einer von euch mal in der Nähe sein sollte kann ich einen Besuch des Turms nur empfehlen. Allerdings sollte das Wetter dann mitspielen, da sonst die Aussicht nicht so dolle sein könnte. Nach dem wir den Sky Tower wieder verlassen hatten lagen wir noch eine Weile in einem Park, bevor Wendy uns am frühen Abend abholte und mit uns zu Nana (Sitas Oma) fuhr, wo wir den Abend vor dem TV ausklingen ließen.
Am Sonntag mussten wir früh raus aus den Federn, da der Rangitoto auf uns wartete. Der Rangitoto ist ein 260 Meter hoher und ca. 500 Jahre alter ruhender Vulkan in der Bucht von Auckland. Mit der Fähre fuhren wir schon früh von Auckland hinüber zur Vulkaninsel, wo sich bei unserer Ankunft zig Schwimmer mit weißen Badekappen darauf vorbereiteten, zum Festland zu schwimmen. Auf ihrem Weg wurden die Schwimmer von zahlreichen Kanus und anderen Booten begeleitet. Während die Schwimmer sich zum Festland durchkämpften, erklommen wir vier den Gipfel bzw. Kraterrand des Vulkans. Unser Weg führte uns durch weite Felder mit großen schwarzen Gesteinsbrocken, aber auch durch dichte Wälder. Zwischendurch tasteten wir uns in stockdunklen Höhlen vorran (ohne jedes Licht ist das schon recht gewagt). Nach etwas mehr als einer Stunde waren wir dann oben angekommen und klickten in den riesigen Krater, der komplett mit grünen Bäumen bedeckt war. Da das Wetter recht trübe und diesig war, konnte man nicht viel von Auckland usw. sehen. Daher machten wir uns bald wieder an den Abstieg und fuhren unten angekommen mit der Fähre zurück nach Auckland.
Nachdem wir noch kurz Rani in ihrem Mädcheninternat besucht hatten, stoppten wir in Newmarket, einem im Südosten gelegenen Stadtteil von Auckland. Dort wurde Manu von Wendy neu eingekleidet, während Sita und ich durch ein paar Geschäfte schlenderten. Im Gegensatz zur Queen Street ist die Hauptstraße von New Market sehr empfehlenswert, wenn es um interessante Geschäfte geht. Um 18 Uhr waren wir dann wieder in Warkworth, wo wir alle vier recht geschafft bald in unseren Betten verschwanden.

Die Bilder von dem Wochenende findet ihr hier.


Kayakfahren, Essen, Sport und Faulsein (Sita)
( 02.03.06 )

Wir essen hier viel zu gut!!! Wir haben einfach zu viel Spass am Kochen UND am Essen. Abends rollen wir immer mit kugelrundem Bauch ins Bett. Heute hab ich sogar Manus Pudding aufgegessen, weil er den nicht mochte, also doppelt so viel wie alle anderen ;). Wenn man dazu nur den ganzen Tag faul rumliegt - egal ob in der Sonne oder im Bett, ist es nicht sehr gesund ... also sind wir am Dienstag zum alten Steinbruch/Baggersee gejoggt, sind dort ne Runde geschwommen und mussten den "riesen" Hügel wieder hochlaufen. Puh, das war anstrengend! Ich habe jetzt immer noch Muskelkater.
Gestern waren wir (Wendy, Chrischn und ich) auf einem Gezeitenfluss (Puhoi River) paddeln. Ich liebe Paddeln, das macht immer einen riesen Spass :) Besonders wenn man den richtigen Rythmus gefunden hat und durch das Wasser hinweggleitet. Nach ungefähr 2 Stunden paddeln, waren wir im Wenderholm Regional Park angekommen und lagen dort ein paar Stunden am Strand. Nur blöd war, dass der Strand sehr, sehr flach war und man mind. 100 m rausgehen musste bis das Wasser hüfthoch war ;) Dazu war der Sand kochend heiss, und der war nicht einmal schwarz. Die Leute, die uns die Kayaks vermietet haben (Puhoi River Canoe Hire), holten uns nachher ab und brachten uns zurück zum Auto. (Chrischn mag es wenn hier alles verlinkt ist :) und die Seite hat wirklich lustige Farben gewählt *g*). Wieder in Puhoi besichtigten wir ein kleines Museum, in dem das Leben der europäischen Einwanderer von 1863 dargestellt war. Die kamen aus einer Gegend wo meine Großmutter herkam und eine Familie hiess sogar "Hendel" - wie meine Großmutter ;).
Heute hab ich einen sehr chilligen Tag gehabt. Nur mein Buch und ich auf dem Bett, den gaaaanzen Tag *g*. Die Geschichte war wirklich schön, wenn auch sehr traurig und hat mich erst entfesselt als ich die letzte Seite gelesen habe.
Die nächsten 3 Tage ist wieder viel los, aber davon erfahrt ihr später. Gute Nacht!


Was die letzten Tage so geschah (christian)
( 27.02.06 )

So, nach einigen Tagen ohne Neuigkeiten habe ich nun heute zwei neue Bildergalerien hinzugefügt. Aber der Reihe nach:
Am Dienstag (21.2) waren Wendy, Sita und ich im Tawharanui Regional Park. Bilder dazu findest du hier in unserer Fotogalerie. Die beiden Badebuchten in dem Park sind wie auch der gesamte Rest des Parks sehr schön, der Rasen der Hügel wächst direkt bis zum Sandstrand herunter. Das Wasser des Pazifik war angenehm (naja, manchen wäre es wohl zu kalt gewesen), da die Sonne den ganzen Tag über recht doll auf uns niederbrannte. Der gesamte Park ist übrigens von einem Hochsicherheitszaun (predator-proof fence) umgeben, welcher die einheimische Flora und Fauna vor Schädlingen schützen soll! Wenn man den Park betritt ist es ein bisschen so als wenn man in ein Gefängnis mit schwerem Rolltor und hohem Zaun einfährt :). Mülleimer gibt es im Park auch nicht, den Müll muss man mit nach hause nehmen. Wie auch immer, ein Besuch im Park lohnt sich auf jeden Fall und ich hoffe, dass wir da noch mal hinfahren. Zur Not schnappe ich mir ein Rad und kämpfe mich über Neuseelands Hügel und Schotterpisten zum Park durch. Ach so, Sita meint immer das Radfahren in NZ gefährlich sei (es besteht Helmpflicht, Sita könnte also Recht haben ;) !), allerdings sind jene Straßen, die geteert sind in einem guten Zustand und es ist nicht sonderlich viel Verkehr unterwegs. Man darf sich jedoch nicht wundern, wenn dann einfach so mal die geteerte Piste endet und in eine zumeist sehr staubige Schotterstraße übergeht! Da ist dann auf jeden Fall ein Mountainbike angebracht. Soviel dazu.
Am Donnerstag (23.2) sind Manu, Wendy, Sita und ich dann nach Pakiri (Zur Fotogalerie) aufgebrochen, wo Sita aufgewachsen ist und die Familie noch zwei fette Schiffscontainer voll mit allen möglichen Sachen lagert. Auf dem Weg dorthin besuchten wir auch noch ein paar alte Bekannte, bei denen es Kuchen gab. Bis 19 Uhr waren wir dann damit beschäftigt, einige kleine Schränke und diverse andere Dinge in unseren Anhänger zu laden. Auf dem Heimweg gabs Fish and Chips, was ich sehr lecker finde (es ist sehr fettig und man sollte es nicht jeden Tag essen denke ich).
Das Wochenende verbrachten wir alle dann ganz ruhig hier in Warkworth, ohne dass etwas geschah. Am Samstag Abend gab es leckeres indisches Essen. Gestern waren wir dann nochmals zum Baden an dem See beim alten Zementwerk.
Am heutigen Montag waren Sita und ich dann in einem weiteren Park, dem Parry Kauri Park in Warkworth (Zur Fotogalerie). Dort ist es ein wenig so wie man es sich eventuell in einem Dschungel vorstellt: Dichter Wald mit Palmen und vielen anderen einheimischen Bäumen, lauter surrende und knackende Insekten, ein kleiner Bach ... und durch all das führt ein schmaler Steg aus Brettern, was das Umherwandern deutlich erleichterte. Alles in allem ein sehr schöner kleiner Park, ebenfalls empfehlenswert! :)
Ich verabschiede mich fürs Erste mal wieder, bis die Tage ...


Photogalerie fast fertig (Sita)
( 22.02.06 )

Guten (Morgen)! Chrischn und ich haben heute viel Zeit damit verbracht die Photogalerie zum Laufen zu bringen. Es hat länger gedauert als erwartet!! Wir sind noch nicht ganz fertig, da wir noch eine vorwärts/rückwärts Funktion einbauen möchten, aber es reicht für heute. Ach und da ist noch ein kleiner Fehler drin - nur wir haben jetzt keine Lust mehr.
Morgen (Donnerstag) geht es ab nach Pakiri - da wo ich groß geworden bin. Wir wollen ein paar alte Möbel aus dem Lager auf unserem alten Grundstück abholen und Jacky und Steve besuchen gehen. Eventuell kommen wir noch zum Strand wo ich als Kind rumgetobt bin.

Sonst sind wir total in Urlaubsstimmung! Wendy hat sogar einen Massagetisch, welchen sie sehr gerne benutzt. Am Montag waren wir in Wellsford und haben 9 Filme (je ein Dollar) für eine Woche ausgeliehen - gut für die Abendstunden (hier ist das Fernsehen sehr öde!!). Manu hat heute den ersten Tag wieder in der Schule erfolgreich abgeschlossen. Seine Uniform ist neu und nicht mehr so hässlich wie früher.
Mückenstiche habe ich zum Glück noch keine und die erste Farbe auf der Haut ist sichtbar :). Strände sind hier zahlreich - vielleicht schaffen wir es jedes Mal zu einem anderen Strand zu fahren ;)

Hier ist alles vertraut, aber dennoch anders als früher! Mal sehen wie es in Pakiri aussieht.


Hurricane '06 und Bauarbeiten (Christian)
( 21.02.06 )

Hey, aus aktuellem Anlass wollte ich mal nachfragen, ob irgendwer von euch schon drüber nachgedacht hat, ob er oder sie dieses Jahr zum Hurricane Festival fährt!? Als ich letztens die gemeldeten Bands gesehen habe fiel mit auf, dass da bereits 'nen paar ganz nette Bands dabei sind. Bis zum 15.3 gibt es die Tickets für den alten Preis von 84 Euro (inkl. Müllpfand). Falls einer von euch hin will möge er mit bitte Bescheid sagen! Ich (und eventuell auch Sita) bräuchten dann ja auch noch Karten.

Sita und ich haben gestern Abend noch etwas an der Seite gebastelt, so dass ihr nun ein paar Bilder sehen könnt (Leider bisher nur in der drei Bilder enthaltenden Leiste am rechten Rand). Die Galerie folgt in den kommenden Tagen dann hoffentlich :). Kommt drauf an, wie sehr Neuseeland uns verplant.

Das wars vorerst von mir, bis denne ...


WARKWORTH UND SO ... (Christian)
( 20.02.06 )

Das Splore Festivalwochenende haben wir gut überstanden. Trotz besten Wetters und sehr viel Sonnenschein hat Sita nur auf den Füssen einen Sonnenbrand abbekommen, ich bin komplett unverbrannt geblieben. Ein kleiner Vergleich zum Hurricane in Deutschland: Das Festivalgelände hier ist sehr viel besser! Hügelig, direkt am Strand (man konnte die Hauptbühne vom Meer aus ohne Probleme beobachten) und einige Bäume, welche Schatten boten. Ein großer Unterschied war auch die Tatsache, dass es keinen Alkohol auf dem Festival gab (mal abgesehen von einem Jägermeisterstand, welche nur für über 18-jährige war). Dementsprechend gab es auch kaum Sicherheitskräfte oder ähnliches. Die Leute waren sehr viel friedlicher. Naja, aber es waren ja auch nur etwa 10000 Leute dort. Ein Nachteil des Splore waren die Bändels, welche aus Plastik und nicht so sehr angenehm zu tragen waren. Aber was solls ... :) Insgesamt war das Splore eher so wie das Lovefield Festival in Deutschland. Alles war sehr künstlerisch angelegt. Wände zum Bemalen, diverse Diskussionsgruppen, ein Buddhafield zum Meditieren und vieles mehr! Die Musik war chillig, dubbig und elektronisch. Auf der zweiten Bühne waren fast permanent irgendwelche DJs am rumturnen. Zwei Minuspunkte, die ich noch zu dem Festival anmerken muss: Ich war zu müde und musste viel schlafen (was nach dem Flug glaube ich kein Wunder ist), und es gibt hier sooooo verdammt viele Zikaden!!! Die machen soooo einen derben krach, dass man kaum sein eigenes Wort versteht. Nachts pennen die Dinger zum Glück auch ... ;)
Insgesamt war das Festival (bzw. der Teil den ich nicht verschlafen habe) aber gut und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen, auch wenn es mit etwa 140 NZ-Dollar (umgerechnet etwa 80 Euro) recht teuer war.

Inzwischen sind Sita und ich hier bei Wendy, Sitas Mutter, in Warkworth im hohen Norden Neuseelands. Wir haben in dem sehr coolen Haus am Hang ein eigenes Zimmer mit Blick über das Tal auf die nächsten Hügel. Da das Wetter draussen aber echt super ist (heute sind zwar ein paar Wolken am Himmel, aber die brennende Neuseeländische Sonne muss man ja auch nicht permanent auf der Haut haben) sind die Türen und Festern immerzu offen, aber auch so sind die Haustüren und Fenster hier wohl offen, auch wenn keiner daheim ist. Zikaden gibt es hier übrigens auch (man sieht sie selten, aber hören tut man sie dafür umso deutlicher) :).
Für die nächsten Tage steht erstmal nichts auf dem Programm, was echt gut ist. Sita und ich müssen ja noch etwas an dieser Seite hier schrauben, damit ihr endlich mal ein paar Fotos sehen könnt. Das Menü oben ist ja auch noch nicht fertig.
Vielen Dank für die vielen Einträge im Gästebuch!


ANGEKOMMEN IN DER HEIMAT (Sita)
( 17.02.06 )

Wir haben die erste Nacht in Neuseeland überlebt! ;)
Erste Eindrücke:
Die Luft ist nass! Die hohe Luftfeuchtigkeit von 98 Prozent ist auf jeden Fall anders als die trockene Winterluft in Deutschland. Ich hab das Gefühl ich bin in einer Dampfsauna.
Der Rasen riecht anders. Er duftet sonderbar gut, besonders hier auf dem Hügel wo frisch gemäht wurde.
Es ist Grün! Eine andere Farbe gibt es hier kaum ;)
Geräusche klingen anders, alles klingt viel klarer...aber sehr subtil.

Nana (meine Großmutter) hat von ihrem Haus aus Seeblick :) und direkt vor unsere Nase sehen wir den Rangitoto, ein Vulkan als Insel im Hafen von Auckland, der vor 600 Jahren zum letzen mal ausgebrochen ist.
Wir sind gestern gut durch den Zoll gekommen, hier in NZ ist das keine leichte Sache. Ein Hund hatte sogar an meiner Tasche geschnuppert. Danach fuhren wir direkt zu Nana und hatten hier zu siebt einen schönen Nachmittag.
Gleich geht's weiter zum Festival! Wendy hat schon Luxus-Campingsachen besorgt. Rani, meine Schwester kommt auch mit. Die hat extra dafür zwei Tage frei von der Schule beantragt. Ich war heute schon seit 5 Uhr früh wach und hab noch nichts gegessen (es ist jetzt halb 9). Das möchte ich jetzt nachholen!


SEOUL INTERNATIONAL AIRPORT (Christian)
( 15.02.06 )

So, ich melde mich aus Korea. Nach 11 Stunden Flug in einer sehr vollen Boeing 747 von Korean Air sitzen Manu und ich mit den beiden Laptops in einer Halle im Flughafen von Seoul, während Sita auf einer Bank neben uns am Schlafen ist. Der Flug hierher war gut, auch wenn wir im Flugzeug nicht viel geschlafen haben (was eventuell an dem Typ in unserer Reihe lag, der fast die ganze Zeit durchgepennt hat und gut am Schnarchen war)! ;) Wir haben hier in Korea nun etwa sieben Stunden Aufenthalt, bis unser Flug mit Korean Air nach Auckland geht. Gegen Mitternacht (deutscher Zeit) landen wir laut Plan dann in Neuseeland. Da ich nicht weiss, ob wir morgen in Neuseeland noch ins Netz kommen, kann es also sein, dass erst am Montag ein neuer Eintrag hier zu finden sein wird.
Achso, das Gästebuch funktioniert inzwischen (lasst euch nicht von den Testeinträgen stören), die Photogalerie kommt in den nächsten Tagen dann.

Also, bis die Tage...


ES GEHT LOS (Sita)
( 14.02.06 )

Es ist 1:37 deutsche Zeit noch und in 12 stunden geht's los! Chrischn und Manu spielen noch Age of Empires, was bescheuert ist, da die schon das ganze Wochenende gezockt haben. Falls es jemanden interessiert:
14.02.2006 Bielefeld Hbf ab 13:21 (heute),
Frankfurt Flughafen       ab 19:20,
15.02 Neuseeland         an 23:45,
(Neuseeland Zeit - 11:45 am 16.02).
Wer hat's gemerkt? Wir verlieren 12 Stunden! Wir kommen also an einem Donnerstag an und am Freitag gehts schon weiter zu einem Festival (www.splore.net). Das wird ziemlich knapp. So jetzt genug langweilige Details - der Rest kommt später. Freue ich mich? Jaaaa, ich denke schon ;)


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